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Sind Sie der Chef, oder wer?

Ich weiß natürlich, dass man Formulierungen wie „soll“ und „muss“ möglichst vermeiden sollte (da ist es wieder). Doch sind wir als Unternehmerinnen und Unternehmer nicht gut beraten, wenn wir klar, deutlich und direkt sagen, worum es geht? Das tut manchmal weh, spart aber Zeit. Was ist Ihnen also lieber? Dass ich „drumherum schleiche“ oder Ihnen kurz und knapp Infos gebe, damit Sie als Chef entscheiden können?

8 Punkte für Sie als Chef

Das Thema Liquidität kann gar nicht oft genug betont werden. Als UhU.Scout war ich wieder für Sie unterwegs und habe einen interessanten Blog-Artikel gefunden mit dem Titel „8 Punkte, die der Chef immer im Blick haben sollte“. Ich will – bevor ich Ihnen die Highlights aus dem Artikel kurz vorstelle – die Frage aufwerfen: Sind Sie wirklich der Chef? Übernehmen Sie die Verantwortung und sind Sie der erste Mann an Bord – also die Chefin oder der Chef? Damit sind (und wir kennen dieses Märchen der Selbständigkeit) viele Freiheiten verbunden. Aber eben auch unliebsame Hausaufgaben. Legen Sie Ihr Ego kurz (nur für die Zeit, in der Sie diesen Artikel lesen) beiseite.

Liquidität

Mehr als nur der Blick auf das Konto und ein passt schon. Das hat mit Liquiditätsplanung nichts zu tun. Ihr Betrieb ist zu klein, um eine Liquiditätsplanung vorzunehmen? Lasse ich nicht gelten. Er ist nicht klein genug, um insolvent zu gehen, wenn es eben mal nicht passt mit den Zahlungseingängen und -ausgängen. Das Thema auf dem Rücken der Lieferanten und Dienstleister auszutragen, halte ich für äußerst schädlich. Sorgen Sie dafür, dass Sie pünktlich zahlen (können).

Grundkosten

Wissen Sie, was dieses graue Grundrauschen in Ihren Büchern bedeutet? Jeden Monat haben Sie einen Grundstock an Kosten, den Sie – mit Verlaub – auf die nächsten Monate zu fast 100% genau einkalkulieren können. Tun Sie dies einmal und warten Sie nicht ab, bis Ihnen Ihr Steuerberater die Zahlen am Ende des Jahres liefert.

Geldwechselstube? Oder was?

Schauen Sie sich Ihren Deckungsbeitrag an. Sind Sie eine Geldwechselstube oder verdienen Sie wirklich Geld mit dem, was Sie tun. Es gibt EPAs. Das sind Einkommensproduzierende Aktivitäten. Kalkulieren Sie den ganzen Zeitwasserkopf mit ein und sorgen Sie dafür, dass sich Ihr Geschäft lohnt.Uhrwerk_50p_R1

Wer nicht mit der Zeit geht, geht

mit der Zeit. Bewegen Sie sich. Sie werden die Digitalisierung nicht aufhalten. Dieses Ding, das sich Internet nennt, hat sich längst durchgesetzt. Die Frage ist nicht, ob Sie weiterhin ein digitaler Obdachloser sind, sondern wann Sie endlich eine digitale Heimat gefunden haben und auch dort eine Rolle spielen. Denn eines ist gewiss: wer heute noch mit seiner digitalen Präsenz in den 80er Jahren herumdümpelt, wird glücklicherweise überhaupt nicht gefunden. Tun Sie sich einen Gefallen: Wollten Sie schon immer Ihre Internetseite überarbeiten und war einfach keine Zeit in den letzten 3,4 oder 10 Jahren? Dann lassen Sie die Finger von SEO-Optimierung und Suchmaschinenmarketing. Seien Sie froh, dass niemand sie findet.

Oder treffen Sie eine wichtige Entscheidung zum Unternehmer 4.0.

Echte Mitarbeiter sind schwer zu finden

Das Unkengeschrei aus allen Branchen. Techniker – schwer zu finden. Pflegekräfte – schwer zu finden. Handwerksgesellen – schwer zu finden. Überlegen Sie sich endlich, wie Sie neue, junge und gute Mitarbeiter aufbauen, entwickeln. Gehen Sie strategisch an das Ganze heran und nicht phlegmatisch. Den Mitarbeiter, den Sie heute nicht suchen, der wird Ihnen auch in Zukunft fehlen. Wir sprechen oft davon, dass wir Menschen suchen, die als Mitarbeiter unternehmerisch denken. Falsch.

Mitarbeiter sind keine Unternehmer

Was wir suchen sind Mit-Arbeiter. Also Menschen, die aktiv die Geschicke der Unternehmung mit-gestalten. Wenn Sie unternehmerisch denkende Mitarbeiter suchen, dann suchen Sie gleich einen Geschäftspartner. Das ist einfacher, ehrlicher und an der Konstellation haben beide Spaß. Wälzen Sie unternehmerische Verantwortung als Chef nicht ab.

Funktion schlägt Design

O.k. – das werden Designer anders sehen, vielleicht. Für die Unternehmensorganisation gilt: muss nicht chic sein, muss funktionieren. Behalten Sie das Ziel, Ihr Ziel im Auge. Denken Sie einfach, handeln Sie einfach. Und bauen Sie sich keinen Orga-Palast auf, die Unterhaltungskosten werden Sie auffressen.man_spiegel_25p_R1

Schauen Sie in den Spiegel

Selbstreflektierendes Verhalten. Es kann sein, dass Sie meine Eingangsworte bereits in einem der oberen Textabschnitte vergessen haben. Sie ärgern sich. Über das, was ich geschrieben habe, meine Ansicht dazu, meine Wortwahl. Dann machen Sie sich doch mal Luft (z.B., indem Sie die Kommentarfunktion zu diesem Artikel nutzen). Oder Sie sind nachdenklich geworden. Das eine oder andere mag stimmen, was Sie gelesen haben. Auch in diesem Fall sind Sie herzlich zur Kommentierung eingeladen.

Jetzt ist der Zeitpunkt, das Ego wieder aus der Schublade zu kramen und es sich aufzusetzen. Doch bevor Sie das tun, möchte ich auf den wirklich sehr interessanten Artikel von Heike Lorenz in „Das Unternehmerhandbuch“ hinweisen. Der Artikel hat mich zu diesem Blog-Beitrag inspiriert. Sie finden dort noch viele interessante Fakten und Tipps.

 

 

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