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Mitarbeiter mit Mindestlohn auf Sendung

Mindestlohn-Gesetz (MiLoG)

Arbeitnehmer-Entsendegesetz – ganz ehrlich: Wer lässt sich so ein Wort einfallen. Aber gut. Wir kennen meist das Mindestlohn-Gesetz. In diesem wird nicht nur der Mindestlohn selbst festgesetzt, sondern Sie finden dort auch die Vorschriften zur Kontrolle und Durchsetzung. Wussten Sie, dass viel mehr Branchen davon betroffen sind, als viele Unternehmer annehmen? Gehören Sie auch dazu? Und wenn ja, sind Sie interessiert an einer einfachen Lösung, wie Sie die gesetzlichen Anforderungen im Handumdrehen erfüllen?

Peng – getroffen

Damit Sie ganz zu Anfang wissen, ob das Thema Sie überhaupt trifft. Beantworte ich erst einmal die Frage: Wer ist überhaupt betroffen? Gehören Sie dazu?

Dazu eine kleine Branchenübersicht für

Mindestlöhne im Sinne des Arbeitnehmer-Entsendegesetzes:

  • Abfallwirtschaft einschließlich Straßenreinigung und Winterdienst
  • Aus- und Weiterbildungsdienstleistungen
  • Baugewerbe
  • Dachdeckerhandwerk
  • Fleischwirtschaft
  • Gebäudereinigung
  • Gerüstbauerhandwerk
  • Land- und Forstwirtschaft einschließlich Gartenbau
  • Maler- und Lackerhandwerk
  • Pflegebranche
  • Steinmetz und Steinbildhauerhandwerk
  • Textil- und Bekleidungsindustrie
  • Wäschereidienstleistungen im Objektkundengeschäft

Lohnuntergrenzen nach dem Arbeitnehmerüberlassungsgesetz

  • Arbeitnehmerüberlassungen

[Quelle: Bundesministerium für Arbeit und Soziales]alter-rollstuhl-25p_R1

Willkommen im Club?

Es mag ärgerlich sein, in den Arbeitnehmer-Entsende-Club aufgenommen worden zu sein. Sprechen wir also erst einmal darüber, was alles damit zusammenhängt. Sie haben bereits vom Mindestlohn gehört. Am 16. August 2014 ist ein Gesetz in Kraft getreten, das in erster Linie die Regelung eines allgemeinen Mindeslohns, kurz auch Mindestlohngesetz (MiLoG) genannt enthält (Gesetz zur Stärkung der Tarifautonomie), das den flächendeckenden Mindestlohn von 8,50 Euro brutto je Zeitstunde seit dem 1. Januar 2015 regelt. Das ist aber noch nicht alles.

Sozialbremse eingeworfen

Dieses Gesetz enthält zusätzlich Regelungen für die Erleichterung der Allgemeinverbindlichkeit (AVE) von Tarifverträgen und die Ausweitung des Arbeitnehmer-Entsendegesetzes auf alle Branchen. Zielsetzung ist es, durch die Stärkung der Tarifautonomie angemessene Arbeitsbedingungen für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sicher zu stellen. Seit Jahren nimmt die Tarifbindung ab. Waren 1996 noch 70% der Beschäftigen (West)/56% der Beschäftigten (Ost) in Betrieben mit einem Branchentarifvertrag, waren es 2013 nur 52% (West)/35% (Ost).

Gehen Sie zur Quelle

Eine besonders informative Seite hat der Urheber oder Verursacher dieser gesetzlichen Regelung im Internet unter dem Link www.der-mindestlohn-wirkt.de veröffentlicht. Gehen Sie also zur Quelle, wenn Sie sich umfassend darüber informieren wollen (hier könnte der Blog-Beitrag schon zuende sein, aber wir wollen Ihnen die wichtigsten Fakten und daraus resultierende Lösungsansätze vorstellen). Das Gesetz finden Sie im Bundesgesetzblatt (Link)

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Wat mut, dat mut

Folgende Anforderungen müssen Sie erfüllen. Das ist Gesetz. Den Gesetzestext können Sie gern im Original nachlesen. Da wir hier ausdrücklich keine (!) Rechtsberatung machen, wenden Sie sich in jedem Fall an einen Fachmann (gern empfehlen wir Ihnen einen Rechtsanwalt). Deshalb – um Ihre kostbare Zeit zu sparen – hier die Highlights aus dem Gesetz:

  1. Sie müssen bei wechselnden Einsatztätigkeiten die Zeiten dokumentieren. Das kann eine einfache manuelle Zeiterfassung der Mitarbeiter/innen sein (Arbeitsstunden-Zettel) oder etwas aufwändiger, wenn Sie viele Anlaufstellen am Tag haben (z.B. bei Objektreinigungsunternehmen, Pflegediensten u.a.).
  2. Mindestlohn ist pünktlich zu zahlen, spätestens am letzten Bankarbeitstag im Monat (Frankfurt am Main)
  3. spätestens nach 12 Monaten ist Arbeitszeit auf einem Arbeitszeitkonto entweder durch bezahlten Freizeitausgleich oder Auszahlung zu vergüten
  4. Vereinbarungen, die darauf abzielen den Mindestlohn zu unterschreiten, sind unwirksam.
  5. Kontrolle der Einhaltung erfolgt durch die Behörden der Zollverwaltung
  6. spätestens sieben Tage nach dem Tag der Leistung, müssen die erfassten Daten vorliegen
  7. diese Daten sind zwei Jahre aufzubewahren
  8. Achtung bei Praktikantinnen und Praktikanten! Hier genau hinschauen, ob diese in den Anwendungsbereich des Gesetzes fallen (§22 Abschnitt 4)

[Quelle: Bundesgesetzblatt]

 

Und nun Lösungen

Die kostenlose Lösung des BMAS „einfach erfasst“

Die App des BMAS ist kostenlos. Die App läuft auf iOS und Android und lässt sich einfach installieren.

BMAS-App_25p_R1Funktionalität – einfach

Die App kommt ein wenig sehr einfach daher, dafür ist sie ja auch kostenlos. Aus Sicht der Behörde, die natürlich nur interessiert, ob ein Arbeitnehmer seine Pausenzeiten und Arbeitszeiten einhält absolut  ausreichend.

http://www.der-mindestlohn-wirkt.de/ml/DE/Service/App-Zeiterfassung/inhalt.html

Doch bevor Sie jetzt einfach Hurra! schreien, warten Sie noch etwas ab. Wir haben uns die App angeschaut. Mit ca. 5 tausend Downloads haben aktuell 51 User eine Bewertung abgegeben (Android). Mit einer durchschnittlichen Bewertung von 3,9 kommt die App eher mit einem unterdurchschnittlichen Ergebnis daher. Schade, vor allem, weil es sich um eine „behördliche App“ handelt. Die Installation hat gerade einmal 3 Minuten gedauert (inklusiv Download). Schnell noch die persönlichen Daten und die e-Mail-Adresse des Arbeitgebers eingegeben. Das war es. In den Datenschutzbestimmungen nachgelesen. Dort heißt es, dass keine Daten seitens der BMAS erhoben, gespeichert oder verarbeitet werden. Auch auf Standortdaten der App werde nicht zurückgegriffen.

Besonders ärgerlich, dass einige User bemängeln, die App würde die Zeiten nicht richtig rechnen. No go!

Ein wenig für Sie getestet

Soll uns erst einmal nicht kümmern. Der Test. Ich gebe zwei Daten ein. Start – Pause – Start/Weiter und dann Stop. Als Mitarbeiter habe ich jetzt die Wahl, die Zeiten an meinen Arbeitgeber zu übertragen. Ich wähle die Einträge aus, drücke auf Senden. Mein e-Mail-Browser öffnet sich. Senden. Fertig. Liest sich einfach, ist es auch.

Dafür ist das, was ich dort erhalte unübersichtlich und mit gängigen Office-Programmen nicht zu verarbeiten. Zwischenfazit für uns:

Keine unbedingte Empfehlung

Gerade wenn Sie viele Mitarbeiter und viele wechselnde Einsatzstellen haben, wird es recht unübersichtlich. Es ist ja schön, dass bei einer Prüfung die BMAS sich die Zeiten aus den e-Mails herausfischen kann. Viel wichtiger wäre doch für Sie als Unternehmerin oder Unternehmer mit diesen Daten aktiv die Personalressourcen lenken zu können, oder? Eine Zuordnung zur Einsatzstelle ist nicht möglich, der Mitarbeiter könnte auf dem Sofa sitzen und Start-Stopp drücken. Dafür bedarf es professioneller Lösungen.Arbeiter-25p-R1

Mehr Funktionen, bessere Leistung

Sie sind Unternehmerin oder Unternehmer, deshalb wollen Sie vielleicht mehr als nur Daten für die Behörde liefern, oder? Dafür gibt es hervorragende Lösungen, die zwar nicht kostenlos sind, aber für Sie als Unternehmer/in auch nicht umsonst. Stellen Sie sich vor, Sie könnten mit einer Lösung, die iOS- und Android-Mobil ist, Zeiterfassung auch für mehr Service und mehr Transparenz bei Ihren Kunden nutzen? Stellen Sie sich vor, dass Sie ohne Zusatzaufwand nicht nur gesetzliche Anforderungen erfüllen, sondern diese Lösung unternehmerisch nutzen können und es würden automatisch durch das System Zuordnungen zum Einsatzort erstellt – der Mitarbeiter wird entlastet, aufwändige und zeitintensive Erfassung von Arbeitszeitbelegen entfällt.

Eine Auswahl an Funktionen und Vorteilen

  • GPS-Ortung und automatische GPS-Daten-Erfassung
  • Arbeitszeiterfassung in Kombination mit moderner RFID-Technologie
  • Fotodokumentation direkt verknüpft mit der Zeiterfassungsdatenbank
  • geringe Endgerätekosten durch universelle App-Technologie für Android und iOS oder sogar mithilfe der Festnetz-Endgeräte

Wenn Sie sich für eine solche, professionelle Lösung interessieren, sprechen Sie uns direkt an

service@uhu-macht-erfolgreich.de

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