Skip to content

Liquidität – Ertrags- und Forderungsausfall

Als ich das erste Mal davon gelesen habe, habe ich gedacht: „Das gibt es doch gar nicht!“ Wie soll man den Ertragsausfall versichern können? Beim Forderungsausfall konnte ich mir das auf den ersten Blick besser vorstellen. Da ich als UhU.Scout neugierig bin, habe ich meinen Kollegen angesprochen.

Liquidität sichern durch Versichern!

Deutsch – Versicherung | Versicherung – Deutsch

Versuchen wir uns gemeinsam dem Thema möglichst einfach zu nähern – für alles andere gibt es den Fachmann – und schauen uns die dynamsiche Ertragsausfallversicherung an.

mann_gesicht_50p_R1Was wird versichert?

Wie der Name schon sagt: Der Ausfall von Gewinnen und die Kosten (Ertragsausfall) des Betriebes während der Haftzeit infolge eines Sachschadens durch eine im Einzelnen vereinbarten Gefahr. Nicht versichert sind u.a. vorsätzlich herbeigeführte Schäden (sollte klar sein) und Schäden durch Krieg. Aber es sind natürlich Ereignisse abgedeckt, die durchaus interessant für Unternehmer/innen sind:

  • Feuer
  • Einbruchdiebstahl
  • Schäden durch Leitungswasser
  • Sturm/Hagelschäden und weitere Elementargefahren
  • Böswillige Beschädigungen, innere Unruhen, Streik, Aussperrung
  • Infektionsschutz u.a.

(Details bitte in den jeweiligen Versicherungsbedingungen genau nachlesen und von einem Fachmann beraten lassen).

Forderungsausfall

Die Forderungsausfallversicherung  schützt das Unternehmen vor Forderungsausfällen. Versicherungsschutz besteht für in Rechnung gestellte Forderungen aus Warenlieferungen, Werk- oder Dienstleistungen, die durch ein Unternehmen im regelmäßigen Geschäftsbetrieb während der Laufzeit des Versicherungsvertrags ausgeführt werden.

So machen ’s die deutschen Unternehmen

Deutsche Unternehmen gewähren ihren Kunden jedes Jahr Kredite von ca. 350 Milliarden Euro, indem sie Waren liefern und Leistungen erbringen, die sie nicht sofort bezahlt bekommen. Industrie, Handel und Dienstleister bewegen sich als Kreditgeber dabei in der gleichen Größenordnung wie die Banken mit sämtlichen kurzfristigen Krediten! Hammer, oder?

Pleiten, Pech und …Risikoooo

Das Problem: Solche offenen Forderungen sind im wahrsten Sinne des Wortes Risikokapital. Denn bei Insolvenz des Schuldners geht der Gläubiger in vielen Fällen leer aus. Wie häufig das passiert, zeigen die Wirtschaftsnachrichten – keine Woche vergeht ohne Pleitemeldung, und immer wieder sind auch große und bekannte Firmen betroffen.strauss_50p_R1

Bitte nicht zurückbleiben!

Zurück bleiben die unterschiedlichsten Lieferanten und Dienstleister, deren Rechnungen nicht bezahlt werden – denen aber für den erledigten Auftrag u. a. oft erhebliche Material- und Personalkosten entstanden sind. Das bedroht die Liquidität. So ist es nicht verwunderlich, dass Forderungsausfälle viele gesunde Unternehmen in die Folgeinsolvenz treiben.

Was kann man versichern

Grundsätzlich können alle Forderungen aus Warenlieferungen, Werk- und Dienstleistungen eingeschlossen werden. Auch Fabrikations- und Forderungsrisiken aus Verkäufen von Maschinen und Anlagen können versichert werden. Der Schutz vor Forderungsausfall sichert Ihren Kunden zudem weltweit ab, nur wenige Staaten sind ausgenommen.

Der Vertragsabschluss

Zu Beginn analysiert der Versicherer die Risikostruktur und das Debitorenmanagement des Unternehmens. Folgende Punkte sind dabei unter anderem relevant:

  • In welcher Branche sind die Kunden Ihres Klienten tätig?
  • Wie hoch ist der zu versichernde Umsatz?
  • In welche Länder liefert Ihr Kunde?
  • Welche Forderungsausfälle entstanden in den letzten Jahren?

Bei größeren Kunden ist es üblich, dass ein Experte des Versicherers zusammen mit Ihnen den Kunden besucht, um die Daten aufzunehmen und Fragen des Kunden zu klären.

Beispiel:

Ein Maschinenbau-Unternehmen arbeitet seit Jahren erfolgreich mit einem mittelständischen Fabrikanten für Autoteile zusammen. Dem Versicherer liegen zu diesem Kunden keine negativen Daten vor – bis jetzt: Für die letzte Lieferung, Maschinen im Wert von 300.000 Euro, beträgt das Zahlungsziel wie üblich 30 Tage – aber es geht kein Geld ein. Der Lieferant mahnt seinen Kunden, doch der zahlt selbst nach der 3. Mahnung noch nicht. Nun meldet er die Überfälligkeit an den Versicherer. Von der Möglichkeit, bereits jetzt einen Inkassoauftrag zu stellen und dadurch schneller den Versicherungsfall herbeizuführen, macht der Maschinenbauer keinen Gebrauch. Er möchte das Verhältnis zu seinem langjährigen Geschäftspartner nicht trüben und wartet noch ab. Als aber auch 8 Wochen nach Fälligkeit der Rechnung keine Zahlung eingeht, erteilt er – um jetzt möglichst zügig für Liquidität zu sorgen – einen Inkassoauftrag. Nun kann er sicher sein, dass sein Problem schnell gelöst wird: Denn wenn der Versicherer die Schulden nicht innerhalb von 90 Tagen eintreibt, tritt automatisch der Versicherungsfall „Nichtzahlungstatbestand“ ein.

So kommt es: Weder zahlt der Autoteile-Fabrikant, noch meldet er Insolvenz an. Muss er auch nicht, denn unser Kunde profitiert nun von der frühzeitigen Entschädigung bei „längerem Zahlungsverzug“: Spätestens 30 Tage nach Eintritt des Versicherungsfalls und Vorliegen aller Schadenunterlagen erhält er unbürokratisch sein Geld – die Liquidität ist gesichert.

Empfehlung für den Fachmann

Gern geben wir Ihnen eine persönliche Empfehlung eines Versicherers. Nehmen Sie dazu einfach Kontakt mit uns auf

service@uhu-macht-erfolgreich.de

Blog via E-Mail abonnieren

Geben Sie Ihre E-Mail-Adresse an, um diesen Blog zu abonnieren:

Be First to Comment

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.